Ratgeber
Die Zinsbindung ist einer der wichtigsten Parameter Ihrer Baufinanzierung. Sie bestimmt, wie lange Ihr Zinssatz garantiert bleibt – und damit, wie planbar Ihre monatliche Rate ist. Wir erklären, worauf es ankommt.
Die Zinsbindung (auch Zinsbindungsfrist oder Sollzinsbindung) ist der Zeitraum, für den der Zinssatz Ihres Darlehens festgeschrieben wird. Während dieser Zeit ändert sich Ihr Zinssatz nicht – egal, wie sich die Marktzinsen entwickeln.
Am häufigsten gewählt: 10-15 Jahre Zinsbindung
Geeignet für: Risikofreudige Käufer, bei erwartetem Verkauf oder Sondertilgungen
Geeignet für: Sicherheitsorientierte Käufer, Familien, langfristige Eigennutzung
Aktuell oft empfohlen
Nach deutschem Recht können Sie ein Darlehen mit einer Zinsbindung von mehr als 10 Jahren nach Ablauf von 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten kündigen – ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
Das bedeutet: Bei einer 20-jährigen Zinsbindung sichern Sie sich den aktuellen Zinssatz, können aber nach 10 Jahren trotzdem kostenlos umschulden, wenn die Zinsen dann niedriger sind.
→ Lange Zinsbindung = Sicherheit nach oben, Flexibilität nach unten
Für jedes Jahr zusätzliche Zinsbindung berechnen Banken einen Aufschlag. Dieser variiert je nach Marktlage, liegt aber typischerweise bei:
Zinsunterschied 10 vs. 15 Jahre: ca. 0,30%
Mehrkosten pro Monat: ca. 75 €
Aber: 5 Jahre länger Zinssicherheit!
Die Aufschläge variieren stark zwischen den Anbietern. Durch unseren Bankenvergleich finden wir für Sie den günstigsten Anbieter für Ihre gewünschte Zinsbindung.
Der Klassiker – am häufigsten gewählt
Wir berechnen verschiedene Szenarien und finden die beste Kombination aus Zinssatz und Zinsbindung für Ihre Situation.